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PARKMUSIK Neue Ho(e)rizonte '19

Sa 24. / So 25. August

 

Heimat - Fremde - Zu Hause war das Motto der PARKMUSIK Neue Ho(e)rizonte 2019, analog zum Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz "heima(ten)".

Samstag
Das Festival begann mit einem Klang-Kunst-Spaziergang vom Wiesenparkplatz hinter dem Golfclub bis zum Trombacher Hof. Etwa eineinhalb Stunden wanderte man an Feldern vorbei, durch Wiesen, Wald, am Trombach entlang zum historischen ehemaligen Klostergut. Es begann mit dem "Einläuten" durch die Besucher mit Objekten des Klangkünstlers Bernd Bleffert. Auf den weiteren Stationen bis zum Trombacher Hof erlebte man afrikanische Trommelmusik, gespielt von 10 jungen Leuten von Café Global, Gesamtschule Dortmund Gartenstadt, fetzige Jazzklänge auf der Geige mit Mateusz Smozynski, Polen, Klangobjekte, großformatige Fotos der heimischen Landschaft durch das Auge von Samira Khani, Iran gesehen, traditionelle persische Musik auf der Tar mit Ali Mohammadi Kolagar, Iran.

Am Trombacher Hof angekommen, erwartete die Besucher für die Pause eine Picknicklandschaft. Hier konnte man sich stärken und miteinander und mit den Künstlern kommunizieren.
 
Nach Sponnenuntergang ging es in die ehemalige Klosterkapelle mit dem Bühnenfels. In einfühlsamem Licht (Martin Mulik, Slowakei) erlebte man einen ununterbrochenen Fluss von mitreißendem zeitgenössischen Schlagwerk (Jens Brülls), virtuoser Jazzgeige, persicher Tar mit orientalischem Gesang und Klanginstallationen zu "Heimat - Fremde - Zu Hause" (Sigune von Osten / Sebastian Rietz).

Danach trat man hinaus in den illuminierten Hof, atmete die frische Luft, schaute in den sternenklaren Himmel und erlebte die Stille.

Musik von Iannis Xenakis, Wolfgang Rihm, Samir Odeh-Tamimmi, Peter Gahn u.a.
afrikanische und improvisierte Musik

Sonntag
Der Sonntag begann im Gewölbestudio des Trombacher Hofes, dem Arbeitsplatz der Musikkünstlerin Sigune von Osten. Aeham Ahmad, Palästinenser aus Syrien, der "Pianist aus den Trümmern", verband Kulturen mit dem Cellisten Cornelius Hummel, und Sigune von Osten las Auszüge aus Ahmads Buch "Und die Vögel werden singen".

Danach war Picknickpause am Trombach.

Nach der Picknickpause ging es auf schmalen Pfaden in die traumhafte Trombach-Aue mit übermannshohen Gräsern, gelb leuchtender kanadischer Goldrute, rosafarbenem indischen Springkraut.
Bläserklänge mit neu erfundenen Doppeltrichter-Instrumenten (Marco Blaauw, Niederlande, Christine Chapman, USA, Melvyn Poore, England, alle Ensemble Musikfabrik, und die mikrotonalen Blasinstrumente von Zinc & Copper (Hilary Jeffery,England, Robin Hayward, England,) mit dem deutsch-globalen Friedrich Glorian, Percussion entlockten der Aue vielfarbige Echos.
Dazwischen zeigte Hans Faus, Musiker und Hobbybiologe, BUND heimische, fremde und heimisch gewordene Pflanzen, war Cornelius Hummel mit einem "Waldcello" im Gespräch mit den Bäumen.Den Abschluss bildete eine gemeinsame Improvisation aller Künstler.

Musik von Aeham Ahmad, Cornelius Hummel, Daan Manneke, Christian Wolff, Anthony Braxton,
improvisierte Musik, Klangobjekte Bernd Bleffert

 

Gesamtgestaltung  Sigune von Osten

Produktion  ART POINT Sigune von Osten  Veranstalter  Freunde des Trombacher Hofes e.V.  

Förderung
Kultursommer Rheinland-Pfalz  Hanna und Dieter Paulmann    
Druckerzeugnisse  Raabdruck Lindemann GmbH & Co KG